Terence Hensley
28.09.2025
437
Terence Hensley
28.09.2025
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Die Schweiz ist bekannt für Banken, Pharma und Präzisionsindustrie. Doch in den letzten Jahren entstehen neue Unternehmen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologie und Nachhaltigkeit. Eines davon ist Climeworks AG aus Zürich, das mit seiner Technologie CO₂ direkt aus der Luft entfernt.
2009 von Christoph Gebald und Jan Wurzbacher an der ETH Zürich gegründet, verfolgt Climeworks das Ziel, den Klimawandel mit industrieller CO₂-Entfernung zu bekämpfen. Das Motto „We inspire 1 billion people to remove CO₂ from the air“ zeigt den Anspruch, CO₂-Abscheidung massentauglich zu machen.
Climeworks setzt auf Direct Air Capture (DAC). Spezielle Filter binden CO₂, das entweder wiederverwendet oder dauerhaft gespeichert wird. In Island arbeitet Climeworks mit Carbfix: Das CO₂ wird in Basalt injiziert und mineralisiert dort zu Stein.
Das Unternehmen hat über 650 Mio. US-Dollar eingesammelt – ein Rekord für ein europäisches Klimatech-Startup. Investoren sind u. a. Microsoft und Swiss Re. Viele Firmen kaufen bereits CO₂-Zertifikate von Climeworks, um ihre Emissionen auszugleichen.
2021 startete Climeworks in Island die Anlage Orca, die jährlich bis zu 4.000 Tonnen CO₂ entfernt. 2023 folgte die Ankündigung von Mammoth, mit einer Kapazität von 36.000 Tonnen pro Jahr. Weitere Projekte in den USA, im Nahen Osten und in Asien sind geplant.
Hohe Kosten – über 500 US-Dollar pro Tonne CO₂.
Energiebedarf – hoher Stromverbrauch der Anlagen.
Skalierung – geringe Kapazität im Verhältnis zu globalen Emissionen.
Climeworks steht für ein neues Bild der Schweizer Industrie: Hightech, nachhaltig und global relevant. Die Firma macht die Schweiz zu einem Zentrum grüner Technologien.
Trotz hoher Kosten und Skalierungsproblemen gilt Climeworks heute als Vorreiter für CO₂-Entfernung und spielt eine zentrale Rolle im globalen Klimaschutz.
Erfahrungsberichte